Fabriziert und instrumentalisiert Putin die humanitäre Krise in der Ukraine?
Der brutale Angriff Russlands auf die Ukraine hat die schlimmste humanitäre Krise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Mehr als vier Millionen Flüchtlinge haben die Ukraine in nur wenigen Wochen in Richtung Europa verlassen. Der Zustrom von Flüchtlingen ist bereits jetzt sehr viel größer als die Zahl der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Jahr 2015. Die meisten der ukrainischen Flüchtlinge sind Frauen, Kinder und ältere Menschen.
Städte in Polen, Moldawien und Rumänien haben sich verändert. Soziale Einrichtungen wie Schulen, das Wohnungswesen, Krankenhäuser und staatliche Hilfsprogramme stehen unter extremem Druck. Warschau, eine Stadt mit etwa 1,6 Millionen Einwohnern, beherbergt derzeit mehr als 300.000 ukrainische Flüchtlinge. Viele Flüchtlinge sind in eilig eingerichteten Aufnahmezentren untergebracht.
Der Rat der Europäischen Union hat eine Richtlinie verabschiedet, die ukrainischen Staatsangehörigen einen vorübergehenden Schutzstatus gewährt. Dieser Status gibt ihnen das Recht, in EU-Ländern zu leben, zu arbeiten und zur Schule zu gehen. Um die Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, finanziell zu entlasten, hat die EU vorgeschlagen, deren Finanzmittel proportional zu erh