Unterschiedliche Zukunftsvisionen für Frankreich nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen
Am 24. April wird Emmanuel Macron in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich gegen Marine Le Pen antreten. Die erste Runde der Wahlen fand am vergangenen Sonntag statt. Nach Angaben des französischen Innenministeriums erhielt Macron 27,8 % der Stimmen; Le Pen erhielt 23,2 %. Der Kandidat der Linken, Jean-Luc Mélenchon, kam mit 21,7 % auf den dritten Platz. Die übrigen Kandidaten lagen im einstelligen Bereich.
Macron und Le Pen standen sich bereits vor fünf Jahren in der zweiten Wahlrunde gegenüber. Damals gewann Macron die Wahlen mit 66 % der Stimmen. Es wird zwar immer noch ein Sieg für Macron in der zweiten Runde vorausgesagt, doch der Vorsprung wird in diesem Jahr deutlich kleiner sein. Einigen Analysten zufolge könnte Marine Le Pen dieses Mal eine echte Chance haben.
In der ersten Runde am Sonntag entfielen mehr als 50 % der Stimmen auf Kandidaten extremistischer Parteien. Die gemäßigten demokratischen Parteien von Charles DeGaulle und Francois Mitterrand erreichten kaum 5 %. Macrons Kampagne plant, einen „Damm“ gegen Le Pen zu errichten. Er soll aus gemäßigten Wählern bestehen, die befürchten, dass Le Pen Frankreich in eine gefährliche extremistische Richtung