Der Krieg in der Ukraine führt weltweit zur Getreideknappheit
Der Krieg in der Ukraine bedroht die weltweite Nahrungsmittelversorgung und hat zu einem Anstieg der Preise geführt. Rohstoffpreise waren bereits vor dem Krieg auf einem 10-Jahres-Höchststand. Russland und die Ukraine sind zwei der größten Weizenexporteure der Welt. Auf die beiden Länder entfallen etwa ein Drittel der jährlichen weltweiten Weizenexporte. Seit Beginn des Krieges im Februar sind die Preise auf ihren höchsten Stand seit 1990 gestiegen.
Die weltweite Weizenknappheit stellt eine Gelegenheit für Indien dar. Indien ist der zweitgrößte Produzent von Reis und Weizen in der Welt. Anfang April hatte das Land 74 Millionen Tonnen dieser beiden Grundnahrungsmittel auf Lager. Letzte Woche erklärte der indische Premierminister Modi gegenüber US-Präsident Biden, dass Indien bereit sei, Reis und Weizen an die Welt zu liefern.
Es gibt jedoch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Lagerkapazitäten Indiens für die vorhandenen Bestände. Außerdem sind die Preise für Düngemittel aufgrund der höheren Energiekosten erheblich gestiegen. Die hohen Preise bedrohen nun künftige Ernten. Und es kann einen Mangel an Düngemitteln geben, denn Russland und Belarus, die für 40 % der weltweiten Kaliexporte