US-Außenministerin Madeleine Albright im Alter von 84 Jahren gestorben
Madeleine Albright, die erste Außenministerin der USA, ist am 23. März in Washington gestorben. Sie war 84 Jahre alt. Als Kind tschechischer Flüchtlinge war Madeleine Albright vor dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie vor den Nazis nach London geflohen. Nach dem Krieg kehrte die Familie in die Tschechoslowakei zurück, flüchtete dann aber Ende der 1940er Jahre erneut, diesmal vor dem kommunistischen Regime.
In London, während des Krieges, konvertierten Albrights jüdische Eltern zum Katholizismus, um ihre Kinder zu schützen. Der Ausgang des Krieges war zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss. Erst sehr viel später erfuhr Albright von ihrem jüdischen Hintergrund und von den 26 Familienmitgliedern, die im Holocaust ermordet wurden.
Als brillante Analytikerin der Weltpolitik erlangte Madeleine Albright in den USA Ansehen und großen Erfolg. Präsident Bill Clinton ernannte sie in seiner ersten Amtszeit 1993 zur US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. In der zweiten Amtszeit Clintons wurde sie Außenministerin. In dieser Funktion war sie zwischen 1997 und 2001 die ranghöchste Frau in der Geschichte der amerikanischen Regierung.