Mord an Irans führendem Atomwissenschaftler
Am vergangenen Freitag wurde Mohsen Fachrisadeh, ein hochrangiger Atomwissenschaftler, in der Nähe von Teheran Opfer eines Mordanschlags. Fachrisadeh war Irans renommiertester Kernphysiker. Er leitete die Abteilung für Forschung und technologische Erneuerung im iranischen Verteidigungsministerium. Der iranische Präsident machte Israel für die Ermordung Fachrisadehs verantwortlich und erklärte, das Atomprogramm des Landes werde durch das Attentat nicht aufgehalten.
Ein israelischer Kabinettsminister sagte, er habe „keine Ahnung“, wer hinter dem Attentat stecke. Israel hatte Fachrisadeh in der Vergangenheit beschuldigt, der Architekt eines geheimen iranischen Atomwaffenprogramms zu sein. Sein Name wurde vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im April 2018 auf einer Pressekonferenz über das iranische Atomprogramm ausdrücklich erwähnt.
Die Nachricht vom Mordanschlag an Fachrisadeh kommt inmitten neuer weltweiter Besorgnis über die Aufstockung der iranischen Vorräte an angereichertem Uran. Ein 2015 mit sechs Großmächten unterzeichnetes internationales Abkommen hatte dem Iran Grenzen bei der Produktion von angereichertem Uran auferlegt. Seit Präsident Trump 2018 aus dem Ab