Langfristige neurologische und psychiatrische Auswirkungen von COVID-19
Am 17. August wurde in der Fachzeitschrift Lancet Psychiatry eine neue Studie über die negativen Auswirkungen von COVID-19 veröffentlicht. Die Forscher untersuchten die langfristigen neurologischen und psychiatrischen Auswirkungen von Coronavirus-Infektionen. Die Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Hirnerkrankungen zwei Jahre nach der Infektion.
Die Analyse wurde von Forschern der Universität Oxford durchgeführt. Sie stützte sich auf Gesundheitsdaten von mehr als einer Million Menschen weltweit. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass sich das Risiko für viele häufige psychiatrische Störungen, wie affektive Störungen und Angststörungen innerhalb weniger Monate nach der Infektion wieder normalisierte.
Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass die als „Long COVID“ bezeichneten unerwünschten Nebenwirkungen lange andauern können. Dazu zählt ein erhöhtes Risiko für Demenz, Epilepsie, Psychosen und kognitive Defizite zwei Jahre nach der Infektion. Die Forscher zeigen in ihrer Studie, dass sich bei Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, signifikante neuropsychiatrische Störungen entwickeln können.