| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 6. Februar 2025. Willkommen zu einer neuen Folge unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“ für Fortgeschrittene! Hallo liebe Hörerinnen und Hörer! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Jana, hallo alle zusammen! Willkommen zu unserem Programm! |
| Jana: | Wir beginnen den ersten Teil unseres Programms mit einer Diskussion über einige aktuelle Ereignisse. Unser erstes Thema ist der drohende Handelskrieg, der im Moment viele Menschen beschäftigt. Danach sprechen wir über die Energiepolitik in Europa, wo russisches Erdgas durch alternative Energiequellen ersetzt wurde. Die Situation in Europa bleibt jedoch prekär, da dort weniger Erdgas produziert als verbraucht wird. Im wissenschaftlichen Teil unseres Programms sprechen wir über die Beobachtung eines großen Asteroiden, der im Jahr 2032 auf der Erde einschlagen könnte. Und zum Schluss diskutieren wir über die Aktion „Handyfreier Februar“, die dazu aufruft, die Smartphone-Nutzung zu reduzieren. |
| Michael: | Jana, kennst du den Film Don't Look Up? |
| Jana: | Oh, meinst du diese schwarze Weltuntergangskomödie aus den USA? Die Geschichte von zwei Astronomen, die versuchen, die Menschheit vor einem herannahenden Kometen zu warnen, der die menschliche Zivilisation zerstören wird? |
| Michael: | Genau diesen Film meine ich! |
| Jana: | Ja, den habe ich gesehen. Aber ich glaube nicht, dass unsere Geschichte über diesen Asteroiden in irgendeiner Weise etwas mit dem Weltuntergang zu tun hat. |
| Michael: | Hmm, ... wir werden sehen ... |
| Jana: | Ich freue mich jedenfalls schon darauf, später mit dir darüber zu diskutieren. Jetzt erzähl uns bitte, was wir heute für den zweiten Teil des Programms geplant haben. |
| Michael: | Das Grammatikthema dieser Woche ist Dative Articles and Theory. Wie immer reden wir nicht über Grammatik, aber unser Dialog wird viele Beispiele zu diesem Thema enthalten. Die formale Lektion dazu ist auf unserer Website zu finden. Das Gleiche gilt für den letzten Teil unseres Programms, in dem es wie immer um deutsche Redewendungen geht. Diese Woche lautet die Redewendung Die Katze im Sack kaufen. |
| Jana: | Sehr gut! Da bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen. |
| Michael: | Los geht's! |
Am Samstag unterzeichnete US-Präsident Donald Trump Verfügungen zur Verhängung von Einfuhrzöllen in Höhe von 25 % auf Waren aus Kanada und Mexiko – mit Ausnahme von Energieimporten, die mit 10 % besteuert werden sollen – und von 10 % auf China. Die Zölle sollten ursprünglich am Dienstag in Kraft treten. Nachdem Trump jedoch mit der mexikanischen Präsidentin und dem kanadischen Premierminister gesprochen hatte, wurde die Einführung der Zölle für diese Länder um 30 Tage verschoben.
Zölle sind eine Art Steuer auf Importe und Exporte. Sie beeinflussen die Preise und Profite in verschiedenen Branchen. Zölle haben auch versteckte Auswirkungen auf Branchen wie das Baugewerbe und den Flugzeugbau, die auf Materialien wie Glas und Aluminium angewiesen sind. Das treibt letztlich die Preise für zum Beispiel Wohnraum und Flugtickets in die Höhe, auch wenn es keinen direkten Zusammenhang mit den Zöllen
Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat Europa seine Energiesituation erheblich verändert und die Abhängigkeit von russischem Erdgas beendet. An dessen Stelle ist die Nutzung alternativer Quellen, insbesondere von Flüssigerdgas aus den USA, getreten. Die Wind- und Solarenergieerzeugung in Europa ist seit 2021 um etwa 50 % gestiegen, und es sind neue Kernkraftwerke geplant.
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Situation in Europa prekär, da dort weniger Erdgas produziert als verbraucht wird. Die Erdgaspreise in Europa sind nach wie vor etwa viermal so hoch wie in den USA.
Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert weitere Investitionen, damit die Stabilität auch in Zeiten geringer Energieerzeugung gewährleistet ist. Außerdem konkurriert Europa bei der Beschaffung von Flüssigerdgas mit Ländern wie China und Südkorea.
Am 27. Dezember 2024 wurde ein Asteroid mit einem Durchmesser von 100 Metern entdeckt, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 1,3 % im Jahr 2032 auf der Erde einschlagen könnte. „2024 YR4“ ist derzeit ein Stufe-3-Asteroid auf der Turiner Skala, die Asteroiden nach ihrem Einschlagrisiko klassifiziert. Das bedeutet, dass es innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einem Einschlag mit lokal begrenzten Zerstörungen kommen könnte. Die Entdeckung hat zur Aktivierung von Schutzprotokollen geführt.
Obwohl Experten die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags als gering einschätzen, weisen Astronomen darauf hin, wie wichtig es ist, die Flugbahn des Asteroiden genau zu verfolgen. Die Überwachung seiner Bahn wird helfen, die Vorhersagen zu präzisieren. Da sich der Asteroid jedoch derzeit in einer geraden Linie von der Erde wegbewegt, ist eine Beobachtung schwierig.
Im Rahmen von speziellen Schutzprotokollen we
Viele Menschen ertappen sich dabei, dass sie länger als beabsichtigt durch Social Media scrollen, wenn sie ihr Smartphone benutzen. Die Aktion „Handyfreier Februar“ ruft nun zur Reduzierung der Smartphone-Nutzung auf.
Untersuchungen zeigen, dass übermäßige Bildschirmzeit mit Fettleibigkeit, Schlafstörungen und psychischen Problemen assoziiert ist. Das veranlasst manche dazu, professionelle Hilfe wegen ihrer Abhängigkeit von elektronischen Geräten zu suchen. Psychologen sagen, dass eine Reduzierung der Bildschirmzeit um nur eine Stunde am Tag die Lebensqualität deutlich verbessern, den Cortisolspiegel senken und Stress und Ängste im Zusammenhang mit der Bildschirmnutzung verringern kann.
Im Rahmen der Aktion wird empfohlen, unwichtige Benachrichtigungen zu deaktivieren und Farbeinstellungen zu ändern, um das Smartphone weniger attraktiv zu machen. Die Beschäftigung mit unterhaltsamen Aktivi
Gefährliche Hunde in Deutschland
| Michael: | In Deutschland leben ungefähr 10 Millionen Hunde als Haustiere. Statistisch gesehen besitzt jeder achte Deutsche einen Hund. Doch es gibt auch Menschen, die den Tieren skeptisch gegenüberstehen. Vor allem den sogenannten Kampfhunden mit extrem hoher Beißkraft wird oft ein aggressives Verhalten nachgesagt. Obwohl es für das Halten dieser Hunderassen schon hohe Hürden gibt, kommt es immer mal wieder zu Unfällen. |
| Jana: | In der Tat gibt es vereinzelt auch tragische Unfälle. Aber eigentlich greift kein Hund ohne Grund an. |
| Michael: | Wenn ich einem Kampfhund begegne, habe ich kein gutes Gefühl. Meistens gucken die Tiere mich schon von Weitem böse an. Beim Joggen mache ich einen großen Bogen um diese Kampfmaschinen. |
| Jana: | Jetzt übertreibst du aber. Die Hunde wollen natürlich sehen, wer ihnen und dem Rudel entgegenkommt. |
| Michael: | Ein ganzes Rudel an Kampfhunden? |
| Jana: | Das Rudel ist in diesem Fall das Herrchen oder Frauchen und alle anderen Menschen, die mit dem Hund gerade unterwegs sind. Er will sie beschützen. Das machen Hunde so. |
I. Theory
The dative case is used to show the indirect object of the sentence. In English, indirect objects are usually separated from the verb acting on them by a preposition ‘I wrote to her’. The indirect object can also show to whom or for whom the verb is acting:| I gave the notes (direct) to you (indirect). He bought you (indirect) this gift (direct). |
In German, this case is shown through article declensions unlike in English where only prepositions or context are used to show the indirect object.
Examples:
| Hast du der Firma geschrieben? Did you write to the firm? Die Blumen gehören meiner Mutter. The flowers belong to my mother. Ich bringe dem Ober das Geld. I bring the waiter the money. |
II. Articles
As you can see from the charts below, all articles change from their nominative forms in the dative case. Make a note of ‘recycled’ endings that are used differently in each case: der (masculine nominative) vs. der (feminine dative) and den (masculine accusative) vs den (plural dative).Definite Articles
Masculine | Feminine | Neuter | |
Singular | dem | der | dem |
Plural | den | ||
Indefinite Articles/ Kein
Masculine | Feminine | Neuter | |
Singular | (k)einem | (k)einer | (k)einem |
Plural | (k)einen | ||
III. Dative Plural
In German, the dative plural is the only time where the noun is declined along with the article. If the plural noun does not already end with an -n, one must be added. The exception to this rule is nouns ending with -s in the plural. See the examples below:| Wir zeigen den Schülern den Film. We show the students the film. Ich beschreibe den Kindern die Hauptfigur der Geschichte. I describe the main character of the story to the children. Ich helfe den Kunden, die Deutsch sprechen. I help the clients who speak German. Sie telefonieren mit den Handys. They call with their cellphones. Das Lied gefällt den Babys nicht. The babies don’t like the song. |
Verbraucherschutz
| Michael: | Ich habe gerade Maronen gekauft. Willst du auch eine? |
| Jana: | Klar, gerne! Obwohl man bei Maronen vorher nie weiß, ob sie gut sind. Entweder sind sie weich und perfekt oder verschimmelt oder hart und damit ungenießbar. Man kauft irgendwie immer die Katze im Sack. |
| Michael: | Stimmt. Es wäre ja okay, wenn sie nicht so teuer wären. Maronen sind eigentlich ein gutes Sinnbild für alle Produkte und Dienstleistungen, die in Deutschland so verkauft werden. Deswegen gibt es in Deutschland einen, im Vergleich zu vielen anderen Ländern, überdurchschnittlich starken Verbraucherschutz. |
| Jana: | Also, ob er jetzt überdurchschnittlich stark ist, weiß ich nicht. Aber es stimmt schon, der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Verbraucher, oder im Informationszeitalter „der Konsument“, gegenüber den Anbietern strukturell unterlegen ist. |
| Michael: | Das leuchtet eigentlich ein, oder? Ein durchschnittlicher Konsument ist zwar voll mündig, aber hat einfach nicht die Fachkenntnis, die Informationen oder die Erfahrung eines Anbieters. Ohne einen starken Verbraucherschutz, der versucht, dieses Ungleichgewicht durch Gesetze auszugleichen, würde ein Konsument regelmäßig über den Tisch gezogen werden. |
Man kann den Ausdruck die Katze im Sack kaufen überall anwenden. Einschränkungen auf bestimmte Personengruppen gibt es nicht, die Redewendung ist unverfänglich. Auch innerhalb Deutschlands gibt es keine lokalen Einschränkungen -- die Katze im Sack kaufen wird im gesamten Land angewendet und verstanden.
Wie so viele Redewendungen in der deutschen Sprache stammt auch die Katze im Sack kaufen aus dem Mittelalter. Auf den Märkten zu jener Zeit wurde von den Händlern ab und zu eine wertlose Katze in den Sack gesteckt, obwohl eigentlich ein Ferkel oder Kaninchen mit dem Kunden ausgemacht wurde. Derjenige, der die Katze im Sack kauft, wurde betrogen, war jedoch auch unaufmerksam und hat nicht kontrolliert, was sich im Sack befindet.
Englische Übersetzungen für die Katze im Sack kaufen sind “to do a blind bargain“, “to get fooled“, “to buy a pig in a poke“.
Beispiel 1:
Mein neuer Handyvertrag ist auf einmal viel teurer, als ich gedacht habe. Ich habe mir natürlich nicht alle Bedingungen durchgelesen. Da habe ich wohl die Katze im Sack gekauft.My new phone contract is suddenly a lot more expensive than I thought. Of course I didn’t read all the terms and conditions so it seems I did a blind bargain.
Beispiel 2:
Ich hab dir doch von vornherein gesagt, dass mit deinem Geschäftspartner irgendwas nicht stimmt. Du hast die Katze im Sack gekauft, er ist jetzt einfach mit dem Geld abgehauen.I told you from the beginning that there was something wrong with your business partner. You got fooled, now he took off with your money.
Beispiel 3:
Du musst doch nicht die Katze im Sack kaufen. Geh doch einfach in die Buchhandlung und sieh nach, ob das Buch ein gutes Geschenk ist.You don’t need to buy a pig in a poke. Just go to the bookstore and see whether that book would make a good present.
- Ich leihe d Frau das Geld.
- Er beschreibt ein Arzt seine Symptome.
- Sie bewies d Professor, dass die Theorie falsch ist.
- Gehört das Haus d Ehepaar?
- Man kann d Medien nicht trauen.
- Stimmst du d Wissenschaftlern zu?
- Hast du d Chef gesagt, dass du krank bist?
- Nach dem Unfall fehlen d Fahrern ihre Autos.
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- Nach 3 Wochen sind sie d Insel endlich entkommen.
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