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28 October 2021

Episode #277

21 October 2021

Episode #276

14 October 2021

Episode #275

7 October 2021

Episode #274

30 September 2021

Episode #273

23 September 2021

Episode #272

16 September 2021

Episode #271

9 September 2021

Episode #270

2 September 2021

Episode #269

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Introduction

Jana: Heute ist Donnerstag, der 30. September 2021. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres wöchentlichen Programms „News in Slow German“ für Fortgeschrittene! Hallo zusammen!
Michael: Hallo allerseits, hallo Jana!
Jana: Wir beginnen den ersten Teil unseres Programms mit einem Rückblick auf einige Ereignisse, die diese Woche Schlagzeilen gemacht haben. Wir werden über die offiziellen vorläufigen Ergebnisse der deutschen Bundestagswahl 2021 sprechen. Danach werden wir das Ergebnis des Schweizer Referendums vom Sonntag über die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe diskutieren. Im wissenschaftlichen Teil unseres Programms sprechen wir heute über die vielversprechenden Ergebnisse einer Studie, die zeigt, dass spezielle Antikörper von Lamas zur Behandlung von COVID-19 verwendet werden könnten. Außerdem sprechen wir über die Wiederaufnahme der Einkaufsfahrten für Alkohol und zollfreie Waren über den Finnischen Meerbusen.
Michael: Vielen Dank, Jana! Weiter geht es mit der Ankündigung für den zweiten Teil unseres Programms, „Trending in Germany“. Worüber werden wir diese Woche sprechen?
Jana: Diese Woche sprechen wir über den Mord an einem 20-jährigen Studenten in Idar-Oberstein durch einen Maskenverweigerer. Das hat im ganzen Land Entsetzen und Trauer ausgelöst. Außerdem sprechen wir darüber, dass die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Namen von Kunstwerken geändert haben, weil sie nicht mehr politisch korrekt sind. Anstelle von Buchstaben findet man nun Sternchen im Titel.
Michael: Interessante Themen, Jana. Lass uns beginnen!
Jana: Vielen Dank, Michael. Los geht‘s!

Deutschland steht vor monatelangen Verhandlungen zur Bildung einer Drei-Parteien-Koalitionsregierung

30 September 2021
Deutschland steht vor monatelangen Verhandlungen zur Bildung einer Drei-Parteien-Koalitionsregierung
Framalicious / Shutterstock.com

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl 2021 vom Sonntag zeigt, dass die linksliberale Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) mit 25,8 % der Stimmen in Führung liegt. Dahinter folgt das liberal-konservative Bündnis der Christdemokratischen Union (CDU) mit 24,1 %. Dies ist das schlechteste Wahlergebnis der Christdemokraten, der Partei von Angela Merkel, in 70 Jahren.

Die Grünen blieben mit 14,8 % der Stimmen die drittstärkste Partei, und die wirtschaftsfreundlichen Freien Demokraten (FDP) erreichten 11,5 %. Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) erhielt 10,3 % und stärkte ihre Position in den ehemaligen ostdeutschen Regionen Sachsen und Thüringen. Die Linkspartei fiel auf 4,9 %.

Die Wahlergebnisse zeigen eine zersplitterte politische Landschaft. Zum ersten Mal seit 50 Jahren wird der nächste Bundeskanzler höchstwahrscheinlich drei Parteien in die Regierungskoalition holen müssen. Die Bildung einer Drei-Parteien-Koalition könnte Verhandlungen erfordern, die mehrere Monate dauern. Angela Merkel wird in der Zwischenzeit als geschäftsführende Regierungschefin fungieren.

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Schweiz stimmt für gleichgeschlechtliche Ehe

30 September 2021
Schweiz stimmt für gleichgeschlechtliche Ehe

Am Sonntag haben 64,1 % der Wähler in der Schweiz für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. Es war ein landesweites Referendum, das im Rahmen der schweizerischen direkten Demokratie durchgeführt wurde. Die Schweiz ist damit eines der letzten Länder in Westeuropa, das die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert hat. Als erstes Land in Europa hatten die Niederlande die gleichgeschlechtliche Ehe vor 20 Jahren zugelassen.

Das Gesetz zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Schweiz war erstmals 2013 vorgeschlagen worden. Im vergangenen Dezember wurde es vom Parlament verabschiedet. Nach dem System der direkten Demokratie in der Schweiz kann jedes Gesetz angefochten und dem Volk zur Abstimmung in einem Referendum vorgelegt werden. Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Dezember durch das Parlament wurde sofort von einer Koalition konservativer Parteien angefochten.

Italien ist jetzt das einzige große westeuropäische Land, das die gleichgeschlechtliche Ehe nicht zulässt. Deutschland und Österreich waren die letzten westeuropäischen Länder, die sie 2017 bzw. 2019 legalisierten. In vielen osteuropäischen Ländern, darunter in Polen und Ungarn, ist die gleichgeschlec

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Potenzielle COVID-19-Behandlung aus Nanokörpern von Lamas

30 September 2021
Potenzielle COVID-19-Behandlung aus Nanokörpern von Lamas

Am 22. September wurde in der Zeitschrift Nature Communications eine neue vielversprechende Studie veröffentlicht. Forscher des Rosalind-Franklin-Instituts in Oxfordshire in England entdeckten eine COVID-19-Therapie, die in ersten Laborversuchen großes Potenzial gezeigt hat. Die Behandlungsmethode basiert auf Nanokörpern, die von Lamas und Kamelen als natürliche Reaktion auf eine Infektion produziert werden. Nanokörper sind einfachere Formen von Antikörpern.

Nanokörper binden an Viren und Bakterien, die in den Körper eindringen. Sie markieren die Erreger und ermöglichen es dem Immunsystem, diese aufzuspüren und zu zerstören. Forscher haben aus Nanokörpern von Lamas ein Nasenspray hergestellt. Nagetiere, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wurden im Labor mit dem Spray behandelt. Innerhalb von sechs Tagen hatten sie sich vollständig erholt.

Diese Behandlung wurde bisher nur an Labortieren getestet. Aufgrund der Versuchsergebnisse bezeichnete die englische Gesundheitsbehörde Public Health England die neue Behandlungsmethode als das „wirksamste Mittel zur Neutralisierung von SARS-CoV-2“. Die Forscher sagen jedoch, dass mehr Daten und weitere Versuche erforderlich sind, bevor mit Ve

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Einkaufsfahrten für Alkohol und zollfreie Waren beginnen wieder über den Finnischen Meerbusen

30 September 2021
Einkaufsfahrten für Alkohol und zollfreie Waren beginnen wieder über den Finnischen Meerbusen
Popova Valeriya / Shutterstock.com

Die Alkoholpreise in Finnland sind die höchsten in Europa. Angenommen, der Durchschnittspreis für ein alkoholisches Getränk in der EU wäre 1 Euro. Laut Eurostat würde die gleiche Flasche in Finnland 1,93 Euro kosten. In Estland dagegen würde sie nur etwa 1,19 Euro und in Lettland 1,14 Euro kosten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass vor der Corona-Krise 15 % des in Finnland konsumierten Alkohols in den Nachbarländern gekauft wurde.

Vor der COVID-19-Pandemie war es sehr beliebt, mit der Fähre oder einem Kreuzfahrtschiff von Finnland nach Tallinn zu fahren. Tallinn, die Hauptstadt Estlands, liegt nur ein paar Stunden über den Finnischen Meerbusen entfernt. In der Vorweihnachtszeit veranstaltete die Fährlinie Tallink Silja immer Einkaufsfahrten, bei denen Alkohol zu den beliebtesten Verkaufsartikeln gehörte.

Die Reisebeschränkungen während der Pandemie führten zu einem drastischen Rückgang der Fahrten von Finnland nach Estland und Lettland. Die private Einfuhr von Alkohol ging um über 50 % zurück. Jetzt, im September 2021 sind fast 72,5 Prozent der erwachsenen Finnen vollständig geimpft. Alle drei Fährlinien haben den Verkehr wieder aufgenommen und bieten kurze zweistündige Fahrten u

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Mord über Maskendisput löst bundesweit Entsetzen und Trauer aus

30 September 2021
Mord über Maskendisput löst bundesweit Entsetzen und Trauer aus
Igor Marx / Shutterstock.com

Jana: Deutschland trauert um einen 20-jährigen Studenten, Mario N., der am 18. September in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz von einem Maskenverweigerer umgebracht wurde. Der Student arbeitete an einer Tankstelle, um sich für seine Führerscheinprüfung Geld hinzuzuverdienen. Der Täter, ein 49 Jahre alter Deutscher, kam ohne Maske in die Tankstelle, um Bier zu kaufen. Der Student wies ihn auf die Maskenpflicht hin, worauf der Mann verärgert die Tankstelle verließ. Er kam eine halbe Stunde später mit einer Waffe zurück, die er illegal besaß, und schoss dem Studenten voll ins Gesicht. Er stellte sich später der Polizei, gestand die Tat und sagte, er habe … ein „Zeichen setzen“ wollen …
Michael: Bist du ok? Ich merke, wie dich das mitnimmt. Die Angehörigen und Freunde Marios haben natürlich auch mein volles Mitgefühl.
Jana: Ich muss zugeben, mir versagen noch zwei Wochen später die Worte. Die Tat hat in ganz Deutschland Entsetzen und Trauer ausgelöst. Der Täter war nicht polizeibekannt, hatte sich aber wohl im Internet auf einschlägigen Querdenker-Webseiten bei Corona-Leugnern, Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern eingelesen. Experten waren über diese Tat nicht überrascht. Sie sehen eine zunehmende Gewaltbereitschaft unter Querdenkern. Der Erfolg der Impfkampagne in Deutschland sei nicht zu leugnen und dadurch bliebe der Zulauf zu diesen Gruppen aus. Gerade das soll aber zu einer weiteren Radikalisierung des Kerns geführt haben. Bist du so traurig wie ich, Michael?

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Sternchen statt Buchstaben

30 September 2021
Sternchen statt Buchstaben
Kolf / Shutterstock.com

Michael: Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben vor kurzem die Namen von fast 150 Kunstwerken geändert. Die historischen Bezeichnungen seien rassistisch oder diskriminierend, so die Begründung des Kultusministeriums. Begriffe wie „Mohr“ oder „Zigeuner“ wurden mit Asteriksen – kleinen Sternchen – anstelle der Buchstaben ersetzt. Im Artikel „Die Macht der Titel“ vom 19. September fragt die Zeitung „Neues Deutschland“, ob man wirklich die Namen von Kunstwerken ändern dürfe. Gleich im nächsten Satz gibt sie die Antwort: Ja, man darf. Zumindest, wenn es planvoll geschehe wie in Dresden. Denn es seien nur die Titel geändert worden, deren Namensgebung nicht auf den Künstler selbst zurückzuführen ist. Gerade bei älteren Kunstwerken wurden die Namen nicht überliefert. Sie wurden teilweise von Verantwortlichen der Museen oder von Kunsthändlern benannt. Es gab Proteste gegen die Namensänderung. Einige Menschen sehen darin einen Eingriff in die künstlerische Freiheit und Geschichtsfälschung.
Jana: Ich finde die Änderung absolut in Ordnung. Ich glaube, diese Vorwürfe kann man verwerfen.
Michael: Wie meinst du das?
Jana: Es ist ja kein Eingriff in die künstlerische Freiheit. Die Kunstwerke an sich werden nicht verändert. Und die Namen haben sich andere Leute ausgedacht, nicht die Künstler.

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