| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 16. Mai 2019. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Hörer! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Jana! Hallo zusammen! |
| Jana: | Im ersten Teil unseres Programms wird es um aktuelle Ereignisse gehen. Wir beginnen mit der neuen Wahlkampfstrategie der deutschen rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), den Klimawandel zu leugnen. Anschließend sprechen wir über ein Gesetz, das am Dienstag vom Senat in Alabama verabschiedet wurde und Abtreibungen in diesem Bundesstaat in fast allen Fällen verbietet. Danach unterhalten wir uns über die ehrgeizige Vision von Amazon-CEO Jeff Bezos, den Weltraum zu besiedeln. Und zum Schluss sprechen wir über eine neue Umfrage, aus der hervorgeht, dass Dänemark eines der am wenigsten feministischen Länder der Welt ist. |
| Michael: | Interessante Themen! |
| Jana: | Das ist aber noch nicht alles, Michael! Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil besprechen wir heute Wechselpräpositionen. Und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Sich auf seinen Lorbeeren ausruhen“. |
| Michael: | Klingt super, Jana! Los geht's! |
| Jana: | Ja, Michael! Es gibt keinen Grund, noch länger zu warten. Los geht's! |
Am Dienstag startete die rechtspopulistische Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) auf einem Symposium im Bundestag ihren bislang größten Angriff gegen die etablierte Klimawissenschaft. Laut der Zeitschrift Der Spiegel arbeitet die Partei aktiv an der Entwicklung von Beziehungen zu Leugnern des Klimawandels, die Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump haben.
Am Dienstag verabschiedete der von den Republikanern kontrollierte Senat des Bundesstaates Alabama ein Gesetz, das Abtreibungen in fast allen Fällen verbietet. Nach diesem strengsten Abtreibungsverbot in den USA ist nur dann eine Ausnahme erlaubt, wenn die Gesundheit der Frau ernsthaft in Gefahr ist. Die Regelung sieht keine Ausnahmen für Vergewaltigung und Inzest vor. Nach dem Gesetz, das mit 25 zu 6 Stimmen verabschiedet wurde, macht sich ein Arzt, der Abtreibungen vornimmt, strafbar und wird mit 10 bis 99 Jahren Gefängnis bestraft. Frauen würden für eine Abtreibung nicht mit strafrechtlichen Folgen rechnen müssen.
Die Initiatoren des Gesetzes erwarten, dass es von den Gerichten der unteren Instanzen abgelehnt wird. Sie hoffen daher jedoch, das Gesetz vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen. 1973 hatte der Oberste Gerichtshof im Fall „Roe gegen Wade“ entschieden, dass es Frauen
Jeff Bezos, der Gründer von Amazon und Inhaber des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, präsentierte am vergangenen Donnerstag in Washington eine neue Mondlandefähre. Während seiner Rede sprach er von einer Zukunft, in der eine Billion Menschen in Weltraumkolonien leben würden, in denen es ertragreiche Felder und Hochgeschwindigkeitstransport geben werde.
Bezos argumentierte, dass Menschen den Weltraum besiedeln müssten, weil der derzeitige Energieverbrauch der Menschheit nicht nachhaltig sei. Das Leben auf der Erde würde eine Rationierung der Energie erfordern. Der Rest des Sonnensystems hingegen habe praktisch unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung, fügte er hinzu. Kurzfristig werde die neue Mondlandefähre von Blue Origin die Erforschung des Weltraums voranbringen und helfen, das Ziel von Präsident Trump zu erreichen, bis 2024 erneut Astronauten zum Mond zu senden.
Bezos‘ langfristige Visio
Dänemark hat gleiche Beschäftigungschancen für Frauen und Männer, geringe geschlechterspezifische Einkommensunterschiede und eine umfassende Kinderbetreuung. Doch nur einer von sechs Dänen sieht sich selbst als Feminist. Zu diesem überraschenden Ergebnis kam eine Umfrage unter mehr als 25.000 Menschen in 23 Ländern, die letzten Freitag in der Zeitschrift The Guardian veröffentlicht wurde.
Die vom Marktforschungsunternehmen YouGov und der University of Cambridge durchgeführte Umfrage ergab außerdem, dass fast 40 Prozent der Dänen die #MeToo-Bewegung ablehnen. Das war ein größerer Prozentsatz als in jedem anderen Land, in dem die Bewegung allgemein bekannt ist. Nur 4 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen in Dänemark haben einen „sehr positiven“ Eindruck von der Bewegung, verglichen mit durchschnittlich 19 bzw. 24 Prozent in allen befragten Ländern insgesamt. In Deutschland gab jeder f
| Jana: | Hast du gewusst, dass die Stasi bis 1965 ungefähr 400 Westdeutsche im großen Stil über die Grenze und in die DDR entführt hat? |
| Michael: | Natürlich. Da gibt es mehr als 400 gesicherte Fälle. Die Dunkelziffer wird dreimal so hoch sein, wenn nicht mehr. Über die wahre Anzahl gibt es keine gesicherten Angaben. Es handelte sich meist um Kritiker der DDR, die Republikflucht begangen hatten und die Freiheit im Westen dazu nutzten, die Wahrheit über den Unrechtsstaat DDR weltweit herauszuposaunen. |
| Jana: | Ich habe gehört, dass kein kommunistischer Staat so viele Entführungen politischer Gegner in den Osten durchgeführt hat wie die DDR. |
| Michael: | Natürlich. Die DDR setzte ja auch nichts aufs Spiel. Die Bundesrepublik war so blauäugig und schwach, dass sie diesen Provokationen absolut nichts entgegensetzte. Hätte die DDR einmal versucht, einen amerikanischen Bürger hinter den „Eisernen Vorhang“ zu ziehen, hätten sie unter wesentlich drastischeren Folgen leiden müssen. |
I. Theory
In German, each preposition governs a case. However, there are certain commonly used prepositions that can govern either the accusative or the dative depending on their function in the sentence. For the most part, this is when these prepositions are conveying movement or a lack of movement. In English, since we don’t use cases to show this nuance, we have modified prepositions:| Ich gehe ins (in das) Haus (accusative). I go into the house. but Ich bin im (in dem) Haus (dative). I am in the house. *Wir fahren hinter die Berge. (accusative) We drive behind the mountains. but *Die Stadt liegt hinter den Bergen (dative). The city lies behind the mountains. |
* In these examples, we see no distinction in English. However, in the example below, we see that the German tells us more than the English:
| Der Hubschrauber fliegt über den Wald. The helicopter flies over the forest (it is flying from one location to another). Der Hubschrauber fliegt über dem Wald. The helicopter flies over the forest (it is stationary in the air). |
II. 2-Way Prepositions
The following prepositions can take either dative or accusative case: an, auf, hinter, in, neben, über, entlang, unter, vor and zwischen. All others govern either dative or accusative.| Ich ging an die Bar, um einen Drink zu holen. I went (up) to the bar to get a drink (accusative). Die Männer stehen an der Bar. The men stand at the bar. (dative) Das Fahrrad steht zwischen den Autos. The bike stands between the cars. (dative) Der Fahrradfahrer fährt zwischen die Autos. The cyclist rides between the cars. (accusative) |
III. Contractions
As seen in some of the examples above, certain German prepositions contract with the definite article. These contractions are preferred over saying/writing both the preposition and the article separately. Though there are others, the following contractions pertain to two-way prepositions only.In + das = insDie Lehrerin kommt ins Zimmer.The teacher comes into the room. In + dem= imWährend des Sturms bleiben wir im Hotel.We are staying in the hotel during the storm. An + das = ansIn den Ferien fahren wir ans Meer.On break, we will drive to the beach. An + dem= amAm Freitag fliegt meine Schwester nach Afrika.On Friday, my sister is flying to Africa. Auf + das= aufsEin Hochschulabschluss ist oft aufs engste mit anderen Qualifikationen verbunden.A university diploma is often closely linked to other qualifications. |
| Michael: | Hat Deutschland eigentlich viele Weltkulturerbestätten? |
| Jana: | Du meinst bestimmt die von der UNESCO ausgezeichneten Welterben, oder? |
| Michael: | Ja genau. Ich habe den Begriff jetzt ein paar Mal gehört, das ist bestimmt etwas Besonderes. |
| Jana: | Das ist sicherlich so, denn, damit etwas als Weltkulturerbe ausgezeichnet wird, müssen einige Kriterien erfüllt sein. |
| Michael: | Und wie viele von diesen Stätten gibt es in Deutschland? |
| Jana: | 2018 gab es insgesamt vierundvierzig. Einundvierzig davon sind Stätten des Weltkulturerbes und drei sind Stätten des Weltnaturerbes. |
Daher wird der Ausdruck sich auf seinen Lorbeeren ausruhen oft in der verneinten Form angewendet, als Ratschlag, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er ist überall in Deutschland gebräuchlich und hat keine umgangssprachlich bedingten Einschränkungen.
Die Redewendung sich auf seinen Lorbeeren ausruhen kommt wie viele andere deutsche Redewendungen aus dem Mittelalter. Wenn jemand Erfolg hatte, also ein Ritterturnier gewann oder einen militärisch Sieg errungen hatte, wurde er mit Lorbeeren als Zeichen des Ruhmes geschmückt.
Mögliche Übersetzungen ins Englische für sich auf seinen Lorbeeren ausruhen sind “to rest on one’s laurels“, “to be complacent“, “to sit in the shade of a banana tree“.
Beispiel 1:
Bayern München hat zwar die meisten Meisterschaftstitel im deutschen Fußball gewonnen, sollte sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Andere Mannschaften sind auch stark und wollen ebenfalls gewinnen.Bayern Munich indeed won the most championships in German soccer, but it should not rest on its laurels. Other teams are strong as well and also want to win.
Beispiel 2:
Das Unternehmen wurde von den führenden Rating-Agenturen mit einer eindeutigen Wachstumsprognose eingestuft, darf sich jetzt aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn die Aktionäre wollen nicht enttäuscht werden.The company was ranked with a clear growth forecast by leading rating agencies, but it cannot be complacent since the shareholders don’t want to be disappointed.
Beispiel 3:
Das freut mich, dass du eine Eins in Mathe geschrieben hast. Ich hoffe, du ruhst dich nicht auf deinen Lorbeeren aus, sondern lernst auch fleißig weiter.I’m happy you got an A in math. I hope you won’t sit in the shade of a banana tree, but continue to study hard.
| Model: | Ich gehe (in) ___ Haus. |
| Ich gehe (in) ins Haus. |
Urlaub in Nepal |
- Am Freitag fahren wir in Stadt.
a - die
b - der - In unserer nächsten Sitzung sprechen wir über Zweiten Weltkrieg.
a - der
b - den - Auf Flug nach Österreich sind wir hoch über Bergen geflogen.
a - dem
b - den
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a - die
b - den - Als wir in Paris waren, sind wir Fluss entlang gegangen und haben später Wein getrunken.
a - den
b - dem - Der Student kam an Tafel, um seine Antwort zu schreiben.
a - die
b - der - Nach dem Essen haben wir den Käse zurück in Kühlschrank gestellt.
a - dem
b - den - Die Einwohner auf beiden Seiten haben Nachrichten an Mauer geschrieben.
a - die
b - der - Das alte Dorf liegt neben See.
a - dem
b - den - Die Schauspieler spielten die Szene vor Publikum im Zentrum der Stadt.
a - einen
b - einem - Die Fliegen schwärmen über Müll.
a - dem
b - den