Sperrung von Accounts, die Fake News verbreiten, ist effektiv im Kampf gegen Fehlinformationen
Am 6. Mai veröffentlichte die Fachzeitschrift Nature eine Studie, in der die Auswirkungen der Sperrung von etwa 70.000 Twitter-Accounts nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 analysiert wurden. Die Studie zeigte, dass die Sperrung von Accounts, die große Mengen an Fake News verbreiteten, Fehlinformationen auf Social Media wirksamer eindämmte als die Blockierung einzelner Beiträge.
Die Studie zeigte auch, dass sich diese Maßnahme unmittelbar und auf breiter Ebene auf die Verbreitung von Fehlinformationen auswirkte. Nach der Massensperrung verbreiteten Nutzer, die gesperrten Accounts gefolgt waren, deutlich weniger Links zu „wenig glaubwürdigen“ Websites. Nach der Sperrung verließen auch eine Reihe anderer Accounts, die Fehlinformationen verbreitet hatten, freiwillig die Plattform.
Die Studie analysierte eine Stichprobe von 500.000 aktiven Twitter-Nutzern. Dabei konzentrierte sie sich auf 44.734 Nutzer, die mindestens einen Link zu Fake News oder zu wenig glaubwürdigen Nachrichtenquellen getweetet hatten. Von diesen Nutzern haben Nutzer, die gesperrten Accounts gefolgt waren, solche Links nach der Sperrung weniger häufig geteilt.