Litauen an der Spitze der westlichen Opposition gegen autokratische Länder
Die litauische Ministerpräsidentin warnt vor möglichen Risiken für die Sicherheit der baltischen Länder und Osteuropas. Ingrida Šimonytė warnt davor, dass sich die russischen Truppen mit belarussischen Truppen an den Grenzen der Ukraine und Litauens zusammenschließen. Wenn russische Truppen dort auf Dauer bleiben sollten, werde dies das Machtgleichgewicht in der Region verändern.
Laut der Zeitung The Guardian bezeichnete Šimonytė die gefährliche Situation als das Jahr „1938 für unsere Generation“. Šimonytė gehört zu den europäischen Politikern, die bereit sind, für die Demokratie einzutreten und die Methoden von Autokratien zu entlarven. Sie sagte, dass Neutralität immer dem Unterdrücker helfe und niemals dem Opfer.
Ihre Position hat Litauen in einen politischen Konflikt mit China gebracht. China bestraft Litauen für die Eröffnung einer taiwanesischen Vertretung in der Hauptstadt Vilnius. Dazu schränkt China den Handel mit Litauen ein und drängt chinesische Unternehmen dazu, Litauen zu verlassen. Litauen und Großbritannien haben bei der Welthandelsorganisation Beschwerde gegen die chinesische Politik eingelegt.