Kolibri-Weibchen tricksen Männchen aus, um nicht belästigt zu werden
Am Donnerstag veröffentlichte die Zeitschrift Current Biology eine neue Studie über Jakobinerkolibris, die eine in der Ornithologie gut etablierte Hypothese in Frage zu stellen scheint. Seit Jahren berufen sich die meisten Wissenschaftler auf die Theorie der sexuellen Selektion. Diese Theorie besagt, dass viele männliche Vögel bunte Federn haben, um für eine Partnerin attraktiv zu sein.
Generell ähneln Jungvögel dem entsprechenden Geschlecht der erwachsenen Vögel. Junge Jakobinerkolibris beider Geschlechter sind jedoch gleich gefärbt und ähneln eher den Männchen. 80 % der erwachsenen weiblichen Vögel entwickeln ein unauffälliges grünes Gefieder, während 20 % weiter wie die Männchen aussehen. Nach der traditionellen Theorie ist die sexuelle Selektion der Grund für die bunten Gefieder von Vögeln.
Das Team fand jedoch heraus, dass die bunt gefiederten Weibchen weniger Aufmerksamkeit von Männchen auf sich zogen als die typischen, grün gefiederten Weibchen. Sexuelle Selektion war also eindeutig nicht der Grund für die Beibehaltung der männlichen Farben. Das Team fand außerdem heraus, dass männliche Kolibris typisch gefärbte Weibchen bevorzugen und männlich aussehende Weibchen sehr viel we