Neuer molekularer Computer ähnelt menschlichem Gehirn
Am 1. September veröffentlichte die Zeitschrift Nature Forschungsergebnisse, die zur Entwicklung schnellerer Computer führen könnten. Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat ein organisches molekulares Gerät entwickelt, das dem menschlichen Gehirn ähnelt. Es kann durch Anlegen verschiedener Spannungen sehr einfach neu konfiguriert werden. Ähnlich wie die menschlichen Neuronen kann die molekulare Struktur auch Daten speichern.
Das metallorganische Molekül besteht aus 77 Atomen. Es kann bis zu sechs Elektronen aufnehmen und – basierend auf einer sehr komplexen Entscheidungslogik – seinen Zustand ändern. Die metallorganischen Verbindungen wurden in Indien synthetisiert und in Singapur zu einem 40 Nanometer dünnen Film verarbeitet. Die Filmschicht wurde zu einem winzigen elektrischen Schaltkreis zusammengebaut und in den USA und Irland getestet.
In modernen Computern ist der Speicher räumlich vom Prozessor getrennt. Deshalb verschwenden Computer trotz hoher Prozessorgeschwindigkeiten viel Zeit und Energie für die Datenübertragung. Weil Daten und komplexe Entscheidungslogik jetzt am gleichen Ort sind, kann der neue organische molekulare Schaltkreis potenziell sehr viel Zeit und