Frühe Warnungen vor den verheerenden Überschwemmungen hätten Leben retten können
Verheerende Überschwemmungen verwüsteten letzte Woche Teile Deutschlands, Belgiens und anderer Länder Europas. Die Überschwemmungen überraschten viele Städte. Mehr als 190 Menschen starben. Rettungskräfte warnen, dass die Zahl der Todesopfer steigen wird, denn die Suche nach den Vermissten wird weiter fortgesetzt. Gleichzeitig zeigen neue Berichte, dass Warnungen herausgegeben wurden, die Leben hätten retten können.
Drei Tage vor dem Sturm prognostizierte der Supercomputer des Deutschen Wetterdienstes die bevorstehende Katastrophe mit 90-prozentiger Sicherheit. Das Modell sagte die Orte des Wetterereignisses mit einer Genauigkeit von zwei Quadratkilometern voraus. Das Hochwasserwarnsystem des Landes wurde daraufhin sofort ausgelöst. Aber leider ignorierten viele Kommunalregierungen die Warnung.
In den Niederlanden, direkt hinter der Grenze zu Deutschland und Belgien, sah die Situation ganz anders aus. Das Land blieb zwar nicht von Schäden verschont, aber es gab keine Todesopfer. Experten sind sich einig, dass die jahrhundertelangen Erfahrungen der Niederländer im Umgang mit Überschwemmungen neben der entsprechenden Infrastruktur ein Bewusstsein geschaffen haben, das Leben rettete.