Studie findet Zusammenhang zwischen Klima und menschlicher Körpergröße
Am 8. Juli veröffentlichte die Zeitschrift Nature Communications eine neue Studie, die die Rolle des Klimas in der menschlichen Evolution aufzeigt. Ein Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Cambridge und der Universität Tübingen in Deutschland kombinierte Daten von hunderten menschlichen Fossilien mit Klimamodellen und ermittelte Zusammenhänge zwischen der menschlichen Körper- und Gehirngröße und der Temperatur und dem Klima.
Die Studie zeigt, dass die menschliche Körper- und Gehirngröße im Laufe der letzten Million Jahre zugenommen hat. Menschen wiegen 50 % mehr und unsere Gehirne sind jetzt dreimal so groß. In kälteren Regionen haben Menschen größere Körper entwickelt. Ein größerer Körper schützt besser gegen kältere Temperaturen, denn ein Körper mit einer großen Masse im Verhältnis zu seiner Oberfläche verliert weniger Wärme.
Laut der Studie ist die Gehirngröße nicht so eng mit dem Klima verknüpft. Es zeigte sich, dass eine größere Gehirngröße eher mit einem stabilen Klima im Zusammenhang steht. Wenn das Nahrungsangebot konstant ist, ist es wahrscheinlicher, dass das Gehirn ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Es wird auch angenommen, dass das A