Regionalwahlen in Frankreich zeigen Schwäche von Macron und Le Pen
Am Sonntag gewann Xavier Bertrand von der konservativen Partei Les Republicains bei den Wahlen in der Region Hauts-de-France im Norden Frankreichs 52 % der Stimmen. Bertrand hat damit gute Chancen, die Nominierung der Konservativen zu gewinnen und bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr gegen Emmanuel Macron anzutreten. Die Partei Les Republicains will ihren Kandidaten im November bekanntgeben.
Zwischen 2007 und 2012 war Xavier Bertrand Arbeitsminister und Gesundheitsminister unter Präsident Nicolas Sarkozy. Sein Sieg ist ein schwerer Rückschlag für Marine Le Pen. Ihre rechtsextreme Partei Rassemblement National konnte in keiner der Regionen gewinnen. Aber auch die Partei von Präsident Macron, La Republique en Marche, konnte keine Region gewinnen.
Nach den Wahlen am Sonntag ist die regionale politische Landschaft Frankreichs unverändert. Die etablierten Konservativen konnten ihre sieben Regionen halten. Die Sozialisten behielten ihre fünf Regionen, wobei alle bisherigen Amtsinhaber wiedergewählt wurden. Insgesamt war die Wahlbeteiligung extrem niedrig. Nur jeder dritte Wähler gab seine Stimme ab.