Spanien will Vier-Tage-Arbeitswoche testen
Spanien könnte das erste Land der Welt werden, das die Vier-Tage-Arbeitswoche einführt. Die spanische Regierung hat zugestimmt, ein Pilotprojekt mit Unternehmen zu starten, die daran interessiert sind. Die Idee hat neue Bedeutung erlangt, da die Pandemie Fragen zum Thema Wohlbefinden, Burnout und Work-Life-Balance wieder in den Vordergrund gerückt hat.
Hinter der Idee steht eine kleine linke Partei. Más País hat ein dreijähriges Projekt vorgeschlagen, das 50 Millionen Euro kosten soll. Mit diesem Geld könnten Unternehmen eine Reduzierung der Arbeitszeit unter minimalem Risiko ausprobieren. Die Kosten der Umstellung auf die Vier-Tage-Woche für ein Unternehmen würden im ersten Jahr zu 100 %, im zweiten Jahr zu 50 % und im dritten Jahr zu 33 % übernommen werden.
Héctor Tejero von Más País schätzt, dass das Pilotprojekt schon im Herbst starten könnte. Es ist die erste Initiative eines Landes zur Verkürzung der Arbeitszeit, seit Frankreich 1998 damit begann, die 35-Stunden-Woche einzuführen. Ein Gremium aus Vertretern von Regierung, Gewerkschaften und Unternehmen könnte dann eingesetzt werden, um die Resultate des Pilotprojekts zu analysieren.