Corona-Impfungen in Großbritannien und russischer Impfstoff „Sputnik V“ führen zu Spaltungen in Europa
Laut Public Health England können die Impfstoffe von Pfizer und AstraZeneca das Risiko eines Krankenhausaufenthalts wegen COVID-19 bei Personen über 80 Jahren um bis zu 80 Prozent reduzieren. Die Zahl der Einweisungen von Menschen über 80 auf eine Intensivstation ist in den letzten Wochen auf eine einstellige Zahl gesunken.
Der Einsatz des Impfstoffs von AstraZeneca bei älteren Menschen in Großbritannien steht im Widerspruch zu den EU-Richtlinien. Viele europäische Länder haben diesen Impfstoff für ältere Menschen nicht zugelassen, weil es an Daten aus klinischen Studien mangelt. Gleichzeitig hat die Europäische Union Probleme mit der Einführung von Coronavirus-Impfstoffen in seinen 27 Mitgliedsstaaten.
Einige europäische Länder zeigen sich zunehmend unzufrieden mit dem Fortschritt der EU. Die Tschechische Republik, Österreich, Ungarn und die Slowakei haben Interesse am russischen Impfstoff „Sputnik V“ geäußert. Diese Situation führt zu einer weiteren Spaltung der EU, da die EU-Behörden auch den russischen Impfstoff noch nicht zugelassen haben.