Religionsfreiheit in Indien laut US-Kommission drastisch eingeschränkt
Am Dienstag hat die US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit (USCIRF) ihren Jahresbericht herausgegeben. Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass die Religionsfreiheit in Indien unter der hinduistisch-nationalistischen Regierung von Premierminister Narendra Modi „eine drastische Abwärtsbewegung“ erfahren hat. Die Kommission beschuldigt die regierende Bharatiya Janata-Partei, „Gewalt gegen Minderheiten und deren Gotteshäuser ungestraft geduldet und außerdem Hassreden und Aufrufe zur Gewalt verübt und toleriert zu haben“.
Darüber hinaus hob der Bericht die Inhaftierung von 1,8 Millionen uigurischen Muslimen in China, die Notlage von fast einer Million Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch, die Inhaftierung von etwa 50.000 Christen in Nordkorea und die Zunahme des Antisemitismus in Europa hervor, sowie andere Fälle von Verletzungen der Religionsfreiheit. Zwei Länder, Sudan und Usbekistan, sollen dagegen „signifikante Fortschritte“ in Bezug auf die Religionsfreiheit gemacht haben.
Die USCIRF wurde auf der Grundlage des Internationalen Religionsfreiheitsgesetzes von 1998 als eine unabhängige, parteiübergreifende Regierungskommission gegründet.