Experten warnen vor Krankheitsepidemien in Venezuela
Experten befürchten, dass der Anstieg von durch Insekten übertragenen Infektionskrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber in Venezuela und anderen Ländern Lateinamerikas zu einer Gesundheitskrise führen könnte. Das Wiederaufkommen dieser Krankheiten könnte die Fortschritte gefährden, die auf diesem Gebiet in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. Das geht aus einem Bericht hervor, der am vergangenen Donnerstag in der Fachzeitschrift Lancet Infectious Diseases veröffentlicht wurde.
Die Experten sagen, der Zusammenbruch des venezolanischen Gesundheitssystems und der Verfall der öffentlichen Gesundheitsprogramme seien einige der Gründe für die Zunahme der Krankheiten. Der Aufschwung des illegalen Bergbaus an der Grenze zu Brasilien spielt ebenfalls eine Rolle. Einige Bergleute infizierten sich mit Malaria und schleppten die Krankheit wieder in ihre Heimatregionen ein, wo sie zuvor bereits ausgerottet worden war.
Dem Bericht zufolge ist die Zahl der Malaria-Infektionen in Venezuela zwischen 2010 und 2015 um 359 Prozent gestiegen. Zwischen 2016 und 2017 gab es einen zusätzlichen Anstieg von 71 Prozent. Die Zahl der Fälle von Dengue-Fieber hat sich seit 2010 mehr als vervierfacht. Die Abw