Ungeimpfte Kinder dürfen in Italien nicht die Schule besuchen
Ab dieser Woche dürfen Kinder in Italien nicht mehr zur Schule zu gehen, wenn sie nicht nachweisen können, dass sie geimpft sind. Eine vorübergehende Regelung, nach der die Impfbestimmungen gelockert worden waren, lief am Montag aus, und ein früheres, strengeres Gesetz trat wieder in Kraft.
Das 2017 verabschiedete strengere Gesetz schreibt vor, dass Kinder im Alter von sechs Jahren und jünger vom Kindergarten und von der Schule ausgeschlossen werden, wenn sie nicht gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Polio geimpft sind. Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren dürfen nicht vom Unterricht ausgeschlossen werden, ihre Eltern müssen jedoch mit Geldstrafen von bis zu 500 Euro rechnen. Im vergangenen September hatte die italienische Regierung eine befristete Regelung erlassen, nach der Kinder die Schule besuchen durften, solange ihre Eltern einfach erklärten, sie seien geimpft worden. Ein ärztliches Attest war nicht erforderlich.
Allein in der Stadt Bologna wurden am Montag 300 Kinder aus der Schule nach Hause geschickt. Offiziellen Angaben zufolge liegen die Impfraten in Italien mittlerweile bei 95 Prozent, unter anderem dank des Gesetzes von 2017. Davor lagen die Impfraten unter