Spanische Erdbeerzüchter sorgen sich um die Brexit-Folgen
Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte unerwartete Folgen sowohl innerhalb als auch außerhalb Großbritanniens haben. Am Dienstag berichtete die britische Zeitung The Guardian über eine dieser Folgen: den möglicherweise starken Rückgang der spanischen Erdbeerexporte.
Spanien ist Europas größter Exporteur von Erdbeeren. Laut The Guardian gingen im vergangenen Jahr 26 Prozent dieser Exporte nach Großbritannien. Landwirte in der Provinz Huelva, wo 85 Prozent der von Spanien exportierten Erdbeeren angebaut werden, befürchten, dass ein No-Deal-Brexit den Zugang zum britischen Markt stark einschränken oder sogar komplett versperren würde. Selbst wenn es einen Deal geben sollte, müssten die Exporteure mit Zoll-Formalitäten und möglicherweise höheren Preisen für ihre Produkte rechnen. Einige Landwirte befürchten, dass sie ihre Produktionsmengen reduzieren müssten, um der geringeren Nachfrage gerecht zu werden.
Der Konsum von Erdbeeren in England hat sich in den letzten Jahrzehnten von 67.000 Tonnen im Jahr 1996 auf 168.000 Tonnen im Jahr 2015 mehr als verdoppelt. Neben Erdbeeren ist Großbritannien auch ein wichtiger Markt für spanische Himbeeren und Blaub