Gesundheitsreform in USA erneut gescheitert
Die Verabschiedung einer gemäßigteren Version der Gesundheitsreform durch den US-Senat ist am letzten Freitag gescheitert. Es fehlte nur eine Stimme. Der Gesetzentwurf war der letzte Versuch der Republikaner, den Affordable Care Act, die vom früheren Präsidenten Barack Obama in Kraft gesetzte Reformierung des US-Gesundheitssystems, abzuschaffen.
Wie frühere Reformversuche der Republikaner hätte auch der jüngste Gesetzentwurf die Bedingung abgeschafft, dass alle Amerikaner eine Krankenversicherung haben oder eine Strafgebühr zahlen müssen. Außerdem hätten Firmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern ihren Angestellten nicht länger eine preisgünstige Krankenversicherung anbieten müssen. Eine unparteiische Analyse des US-Kongresses hatte ergeben, dass unter diesem Gesetzentwurf 16 Millionen Menschen ihre Versicherung verlieren würden und dass die Krankenversicherungskosten steigen würden.
Die republikanischen Senatoren Susan Collins aus Maine, Lisa Murkowski aus Alaska und John McCain aus Arizona stellten sich gegen ihre eigene Partei und lehnten den Gesetzentwurf ab. Nach der Abstimmung rief McCain Republikaner und Demokraten zur Zusammenarbeit an der Reform auf. Am Dienstag kündigte S