Gewaltsame Auseinandersetzungen nach Präsidentschaftswahlen in Kenia
Am 8. August wurde Uhuru Kenyatta nach bitter umkämpften Wahlen erneut zum Präsidenten Kenias gewählt. Er setzte sich gegen den Oppositionsführer Raila Odinga mit 54 Prozent der Stimmen durch; dieser erhielt 45 Prozent. Odinga rief seine Anhänger auf, gegen die Wahlergebnisse zu protestieren. Mindestens 24 Menschen sind bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben gekommen.
Internationale und lokale Beobachter sagten, dass die Wahlen trotz Befürchtungen von Wahlmanipulation und Gewalt fair verliefen. Am 31. Juli wurde ein hochrangiger Beamter ermordet, der für ein elektronisches Wahlsystem verantwortlich war, das Wahlbetrug verhindern sollte. Es gibt Spekulationen, dass der Mord von Anhängern Kenyattas ausgeführt wurde. Kenias Wahlen waren bereits in der Vergangenheit von Gewalt überschattet: 2007 starben mehr als 1.300 Menschen und 600.000 wurden vertrieben, nachdem umstrittene Wahlen Kämpfe zwischen ethnischen Gruppen ausgelöst hatten.
Die Wahlen in der letzten Woche verliefen jedoch friedlich. 15 Millionen Kenianer hatten sich daran beteiligt. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union, der Europäischen Union und aus den USA bezeichneten die Wahlen als legitim. Odinga besteht