Mindestens zehn Tote bei gescheiterter Schmuggelaktion illegaler Einwanderer
Am Sonntag wurden im Laderaum eines Sattelschleppers in San Antonio in Texas zehn Einwanderer tot aufgefunden. Acht der Einwanderer, die vermutlich aus Mexiko und Guatemala stammen, starben an Erstickung und Dehydrierung während der 241 km langen Fahrt von der mexikanischen Grenze nach San Antonio. Zwei weitere starben später im Krankenhaus. Neben den zehn Todesopfern wurden 29 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert.
Der LkW wurde entdeckt, nachdem er gegen Mitternacht an einem Supermarkt Halt machte. Einer der Migranten konnte fliehen und bat einen Angestellten des Supermarktes um Wasser. Rund 100 Menschen waren im Laderaum des brütend heißen LkWs zusammengepfercht. Der LkW war schlecht belüftet und hatte keine Klimaanlage.
Der Fahrer, der 60-jährige James Matthew Bradley aus Florida, wurde am Montag wegen des Transportes undokumentierter Einwanderer angeklagt. Bradley hat abgestritten, gewusst zu haben, dass sich in seinem LkW Menschen befanden. Bei Verurteilung droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe oder die Todesstrafe. Strafverfolgungsbehörden suchen nach weiteren Personen, die an dieser Schmuggelaktion beteiligt waren.