Wissenschaftler erforschen Erröten mit Karaoke
Am 17. Juli wurde in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences eine Studie über das Erröten veröffentlicht. Die Forscher nutzten Karaoke, um dieses bisher kaum verstandene Phänomen zu untersuchen. Ihre Ergebnisse stellen die seit langem vertretene Ansicht in Frage, dass Erröten in erster Linie eine Reaktion auf die Beurteilung durch andere in einem sozialen Kontext ist.
Das Team rekrutierte 40 weibliche Jugendliche zum Karaoke-Singen. Um ein hohes Maß an Peinlichkeit zu gewährleisten, wurden die Studienteilnehmerinnen gebeten, komplexe Songs vor einem Live-Publikum zu singen. In der zweiten Phase des Experiments sahen sie sich Aufnahmen ihres Gesangs an. Währenddessen wurde ihre Gehirnaktivität per MRT untersucht, und es wurden physiologische Reaktionen gemessen.
Die MRT-Scans zeigten, dass das Erröten mit Hirnregionen verbunden war, die mit emotionaler Erregung und selbstbezogener Aufmerksamkeit assoziiert sind, und nicht mit der Angst vor dem Urteil anderer. Die Forscher waren auch überrascht, eine erhöhte Aktivität im Kleinhirn festzustellen, einem Hirnbereich, der mit Bewegung und Koordination assoziiert ist, aber neuerdings auch mit der Verarbeitun