Die Migration des Menschen aus Afrika begann viel früher als bisher angenommen
Neueste Forschungsergebnisse, die letzte Woche in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurden, zeigen eine überraschende Wendung in unserem Verständnis der Interaktionen zwischen modernen Menschen und Neandertalern. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass die Menschen Afrika vor 50.000 Jahren verließen, um den Rest der Welt zu besiedeln. Vor 47.000 bis 40.000 Jahren trafen die Menschen auf Neandertaler und mischten sich mit ihnen.
Die neue Studie liefert jedoch einen völlig neuen Zeitrahmen für die Migration des Menschen aus Afrika. Die Forscher verglichen die Genome von 2.000 Menschen aus der ganzen Welt mit drei Neandertaler-Genomen. Sie kamen zu dem Schluss, dass eine frühe Welle von Menschen vor bereits etwa 250.000 Jahren nach Europa oder Asien auswanderte, und dass sich diese Menschen mit Neandertalern mischten.
Darüber hinaus verglichen die Forscher die Genome jüngerer und älterer Neandertalerfossilien und kamen zu dem Schluss, dass es vor 120.000 bis 100.000 Jahren eine weitere Migrationswelle aus Afrika gab. Die Studie bestätigt neuere Studien, die darauf hindeuten, dass sich die DNA von modernen Menschen und Neandertalern über mehrere Zeiträume hinweg gemischt hat.