Göttliche Berufung oder politische Rhetorik?
In einem Interview mit dem indischen Fernsehsender NDTV hat der indische Premierminister Narendra Modi vor kurzem erklärt, er glaube, dass er von Gott auserwählt sei. Modi sagte: „Ich bin davon überzeugt, dass Paramatma (Gott) mich zu einem bestimmten Zweck gesandt hat, und sobald dieser Zweck erfüllt ist, ist meine Arbeit getan“. Er sagte außerdem, dass er sich in den Dienst aller stelle, die an ihn glauben.
Traditionell pflegen indische Staatsoberhäupter öffentlich den Säkularismus in einem Land, das in der Vergangenheit von interreligiöser Gewalt geprägt war. Modis Behauptung von seiner göttlichen Berufung signalisiert eine Abkehr von dieser Tradition. Er hat dies in Interviews und Reden immer wieder in den Vordergrund gerückt, während er eine dritte fünfjährige Amtszeit in Folge anstrebt.
Mit seiner Selbstdarstellung als gläubiger Hindu schart Modi Menschen um sich, die seine religiöse