Kein Konsens bei den Filmfestspielen von Cannes
Am Samstag gingen die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes mit der traditionellen Preisverleihung zu Ende. Der schwedische Regisseur Ruben Östlund gewann die Goldene Palme für seine Gesellschaftssatire „Triangle of Sadness“. Für Östlund ist es bereits die zweite Goldene Palme, und er ist damit einer von nur neun Regisseuren, die diese Auszeichnung zweimal erhalten haben. Östlund erhielt bei der Preisverleihung acht Minuten lang stehende Ovationen.
Den zweiten Platz, den Grand Prix der Jury, teilten sich die Filme „Stars at Noon“ der französischen Regisseurin Claire Denis und „Close“ des belgischen Filmemachers Lukas Dhont. Die Jury vergab drei Preise mehr als normalerweise. Darunter waren zwei geteilte Preise und ein Sonderpreis zum 75-jährigen Jubiläum, insgesamt zehn Preise. Damit ging fast die Hälfte der 21 Filme des Wettbewerbs mit einem Preis nach Hause.
Bei der Abschlusszeremonie wurde versucht, die Opulenz früherer Jahre wiederzubeleben. 2020 wurde die Zeremonie wegen der Pandemie abgesagt, und 2021 kamen nur wenige Besucher. Aber die diesjährigen Festspiele fanden vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine statt. Der Krieg löste Proteste auf dem roten Teppich und auch e