Rechtsextremer französischer Präsidentschaftskandidat muss 10.000 Euro Strafe zahlen
Am Montag wurde Éric Zemmour wegen Volksverhetzung verurteilt. Zemmour ist ein rechtsextremer, einwanderungsfeindlicher Politiker, der bei den nächsten französischen Präsidentschaftswahlen kandidiert. 2020 hatte er im Fernsehen rassistische Äußerungen gemacht. Er hatte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als „Diebe“, „Vergewaltiger“ und „Mörder“ bezeichnet.
Éric Zemmour wurde von einem Pariser Gericht zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Das Urteil war seine dritte Verurteilung und seine dritte Geldstrafe. Nach französischem Recht sind Verleumdungen, Handlungen, die zu Hass aufrufen, und Gewaltakte, die rassistisch oder religiös motiviert sind, strafbar. Zemmour ist seit langem für seine aufhetzenden Äußerungen bekannt, vor allem zum Thema Einwanderung.
Er hat sich selbst als französischer Donald Trump positioniert. Zemmour hat wiederholt aufrührerische Äußerungen getätigt, um die Medien und die französische Elite anzugreifen. Er hat jedoch Probleme, die erforderliche Unterstützung von mindestens 500 gewählten Vertretern zu erhalten, um als Kandidat auf dem Stimmzettel zu erscheinen. Derzeit liegt er in den Umfragen bei 11 % und damit auf dem vierten Platz.