Erstmals erhält eine Frau Stimmrecht bei Bischofssynode
Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters vom 7. Februar hat Papst Franziskus zwei Frauen in vatikanische Ämter berufen, die bisher nur von Männern besetzt waren. Der Papst ernannte Nathalie Becquart, eine französische Ordensfrau bei den Missionsschwestern von Xaviere, zur Untersekretärin der Bischofssynode. Am Vortag hatte Papst Franziskus die italienische Juristin Catia Summaria in das Berufungsgericht des Vatikans berufen.
Der Schritt wird als Stärkung der Position von Frauen im männerdominierten Vatikan gesehen. „Es ist eine Tür geöffnet worden. Wir werden sehen, welche weiteren Schritte in der Zukunft unternommen werden können“, erklärte Kardinal Mario Grech, der Generalsekretär der Synode, gegenüber der offiziellen Website des Vatikans, „Vatican News“. Becquarts Berufung in die zweithöchste Position der Synode gibt ihr das Recht, in der rein männlichen Versammlung der Bischöfe zu wählen.
Frauen haben als Beobachterinnen und Beraterinnen in vergangenen Synoden mitgewirkt, aber nur Bischöfe und speziell ernannte oder gewählte männliche Vertreter konnten bisher über Dokumente abstimmen, die an den Papst gesandt werden. Die Bischofssynode ist ein Beratungsgremium des Papste