WHO gründet Initiative COVAX für den weltweiten gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen
Am 21. September gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, dass sich 170 Länder, die zusammen etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung repräsentieren, zur COVAX-Koalition zusammengeschlossen haben, um Impfstoffe gegen COVID-19 zu erwerben und weltweit gerecht zu verteilen. Die WHO schlägt vor, die Impfstoffe in zwei Phasen zu verteilen. In der ersten Phase würden alle Länder zunächst genug Impfstoff erhalten, um drei Prozent ihrer Bevölkerung impfen zu können.
Es gibt zahlreiche Vorbehalte gegenüber dem Plan der WHO, in erster Linie, dass dieser Ansatz beschlossen wurde, bevor die Eigenschaften des Impfstoffs bekannt sind, der als erster verfügbar sein wird. Manche Länder könnten beschließen, Exportkontrollen zu verhängen oder andere Mittel einzusetzen, um Impfstofflieferungen ins Ausland einzuschränken und COVAX nicht zur Verfügung zu stellen.
Die EU-Kommission steht hinter dem COVAX-Plan, ebenso wie Großbritannien, Australien, Kanada und Japan. Viele Länder, darunter China, Russland und die USA, haben jedoch ihre eigenen bilateralen Abkommen mit Impfstoffherstellern unterzeichnet und lehnen es ab, sich am Plan der WHO zu beteiligen.