Achtzigster Jahrestag der Kristallnacht dient als Mahnung zu Toleranz
Am vergangenen Freitag war der achtzigste Jahrestag der Kristallnacht, der „Nacht des zerbrochenen Glases“. In dieser Nacht führte das Nazi-Regime gezielte Angriffe auf Synagogen und jüdische Geschäfte und Wohnhäuser in ganz Nazi-Deutschland aus. Es wird vermutet, dass in dieser Nacht bis zu 1.300 Menschen getötet oder in den Selbstmord getrieben wurden, was den Übergang zu einer systematischen Verfolgung der Juden markierte, die schließlich in den Holocaust mündete.
Die Gewaltaktionen begannen, nachdem ein deutscher Diplomat von einem jüdischen Teenager ermordet wurde, dessen Eltern aus Deutschland vertrieben worden waren. Die Nazis nutzten den Vorfall als Vorwand, um antijüdische Krawalle zu organisieren und wiesen die Polizei an, nur dann einzugreifen, wenn nichtjüdisches Eigentum in Gefahr war. Zwischen dem 9. und 13. November wurden 267 Synagogen und mehr als 7.000 jüdische Geschäfte zerstört. Etwa 30.000 jüdische Männer wurden festgenommen und in Konzentrationslager gebracht.
Am Freitag wurden zum Gedenken an den Jahrestag der Pogrome in ganz Deutschland Gedenkfeiern abgehalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte das Wiederaufleben des Antisemitismus und stellte die Fr