Erhöhung der Kraftstoffpreise führt zu massiven Protesten in Frankreich
Am Samstag gingen fast 300.000 Menschen in ganz Frankreich auf die Straße, um gegen eine Erhöhung des Preises für Dieselkraftstoff zu protestieren. In gelbe Westen gekleidet, blockierten die Demonstranten Straßen und Kreisverkehre und brachten den Verkehr in einigen Gebieten zum Erliegen. Eine Demonstrantin wurde versehentlich von einer Autofahrerin getötet, die versucht hatte, eine Demonstration zu passieren. Hunderte Menschen wurden verletzt.
Diesel ist der am häufigsten verwendete Kraftstoff in Frankreich. Der Dieselpreis ist letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent gestiegen und erreichte damit einen Höchststand seit den frühen 2000er Jahren. Die Kampagne von Präsident Emmanuel Macron, den Klimawandel durch die Einführung einer Dieselsteuer aufzuhalten, ist ein Grund für die Preiserhöhung. Ein weiterer Grund ist der weltweite Anstieg der Ölpreise. Die Demonstranten richteten ihren Zorn gegen Macron mit der Begründung, er habe den Bezug zur arbeitenden Bevölkerung verloren.
Die Proteste hielten bis Anfang dieser Woche an. Demonstranten blockierten Kraftstoffdepots und zündeten Mautstellen an. Laut einer Umfrage, die das Elabe-Institut letzte Woche durchgeführt hat,