Der ultrarechte Politiker Jair Bolsonaro wird Brasiliens neuer Präsident
Am vergangenen Sonntag gewann Jair Bolsonaro die zweite Runde der brasilianischen Präsidentschaftswahlen. Die Wahl signalisiert einen scharfen Rechtsruck im größten Land Lateinamerikas. Der Ex-Militär Bolsonaro, der für seine frauenfeindlichen, homophoben und rassistischen Ansichten bekannt ist, schlug den linken Kandidaten Fernando Haddad mit 55 Prozent zu 45 Prozent der Stimmen.
Der Wahlkampf war einer der polarisierendsten in der Geschichte Brasiliens. Bis Anfang September lag der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in Führung, obwohl er wegen Korruptionsvorwürfen inhaftiert ist. Nachdem seine Kandidatur per Gesetz verboten wurde, wurde er durch Haddad, den ehemaligen Bürgermeister von Sao Paulo, ersetzt.
Bolsonaro versprach ein hartes Durchgreifen gegen Korruption und Kriminalität. Diese Botschaft sprach Wähler an, die genug von den Skandalen haben, die Brasilien in den letzten Jahren geplagt haben. Trotzdem lehnten ihn viele Brasilianer wegen seiner hasserfüllten Ansichten ab. Auf Social Media wurde die Kampagne #elenao („er nicht“) gestartet und in ganz Brasilien fanden Proteste gegen ihn statt.