Probestationierung von US-Truppen in Norwegen
Ab Januar wird Norwegen 330 US-Marineinfanteristen aufnehmen. Damit bricht Norwegen seine Zusage aus Friedenszeiten, keine ausländischen Truppen im Land zu stationieren. Dieser am Montag angekündigte Schritt wird die Spannungen mit dem Nachbarland Russland vermutlich weiter verschärfen.
Seit der Annexion der Halbinsel Krim von der Ukraine durch Russland 2014 sind die NATO-Mitgliedsstaaten, einschließlich Norwegen, in Alarmbereitschaft. Norwegen hat eine gemeinsame Grenze mit der Region um Murmansk im Nordwesten Russlands. Dort hat das russische Militär in den letzten Jahren seine Präsenz verstärkt. In der vergangenen Woche hatte eine Flotte russischer Kriegsschiffe Norwegen auf dem Weg nach Syrien passiert. Dieser Schritt wurde von einigen Vertretern aus NATO-Ländern als Provokation gesehen.
Die norwegische Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide hatte Russland nicht erwähnt, als sie die Entscheidung zur Stationierung der US-Truppen bekannt gab. Stattdessen sprach sie von „einem Element in dieser langjährigen und engen sicherheitspolitischen Beziehung“. Russische Regierungsvertreter zeigten sich überrascht und erklärten, sie würden nicht verstehen, warum Norwegen sein Mil