Kein Abriss sondern kompletter Umbau von Hitlers Geburtshaus
Das Haus im Nordwesten Österreichs, in dem Adolf Hitler geboren wurde, soll so umgebaut werden, dass eine „Wiedererkennung unmöglich ist“, so der österreichische Innenminister am Dienstag. Diese Äußerungen kamen einen Tag, nachdem der Minister, Wolfgang Sobotka, einer österreichischen Zeitung erklärt hatte, das Haus werde abgerissen.
Das dreistöckige Gebäude in Braunau am Inn nahe der deutsch-österreichischen Grenze ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt. Die österreichische Regierung versucht seit Jahren, das Gebäude zu kaufen. Die Eigentümerin, eine Nachfahrin der ursprünglichen Besitzer, weigerte sich jedoch zu verkaufen. Seit 1972 mietet die Regierung das Gebäude und nutzte es bis vor kurzem als Zentrum für Behinderte. Es war jedoch immer ein Anziehungspunkt für Neonazis und rief schmerzliche Erinnerungen an Österreichs Vergangenheit wach.
Anfang der Woche hat die Regierung nun das jetzt leer stehende Gebäude enteignet. Obwohl Sobotka am Montag sagte, das Gebäude werde abgerissen, erklärten Mitglieder einer Kommission, die über die Zukunft des Gebäudes entscheiden soll, ein Abriss würde den Eindruck erwecken, Österreich wolle seine Vergangenheit ausradieren.