Waffenruhe in Kolumbien beendet jahrzehntelangen Bürgerkrieg
Am Montag trat ein „endgültiger“ Waffenstillstand zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC, der größten Rebellenorganisation des Landes, in Kraft. Dieses Abkommen beendet einen 52 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg, in dem mehr als 220.000 Menschen ums Leben kamen und Millionen Einwohner vertrieben wurden.
Der Friedensvertrag ist das Ergebnis von vier Jahren Verhandlungen zwischen der Regierung und der linken Guerillagruppe. Er sieht vor, dass sich die 7.000 Kämpfer der FARC sowie 8.600 zivile Kämpfer an bestimmten Orten auf dem Land einfinden, um ihre Waffen an Beobachter der Vereinten Nationen zu übergeben. Er sieht weiterhin vor, dass die Organisation, die eine linksgerichtete politische Partei werden wird, ab 2018 10 Sitze im Kongress erhalten wird.
Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos erklärte am Sonntag über Twitter, dass das Abkommen das Ende „eines der schlimmsten Kapitel des Landes“ markiere. Die Kämpfer der FARC werden das Abkommen Ende September, vor der Volksabstimmung über den Friedensvertrag am 2. Oktober, ratifizieren.