Etwas im Schilde führen bedeutet, dass man einen heimlichen, hinterhältigen Plan hat, dass man etwas Böses plant, dass man etwas beabsichtigt, was die andere Person nicht vermutet, dass man eine vermeintlich nette Tat mit Hintergedanken ausführt. Gleichbedeutende Wörter sind: überlisten, aushecken.
Die Redewendung ist umgangssprachlich und der Ursprung der Redensart wird im Mittelalter, wenn nicht sogar schon früher vermutet, als man Schilde - am Anfang aus Holz, Leder und ähnlichen Materialien und später aus Metall - zur Abwehr verwendete. Schilde boten auch genügend Platz für Symbole, Wappen und Parolen, welche die Herkunft des stolzen Schildträgers zeigen. Was diese Person im Schilde führte, konnte dem Kundigen auch zeigen, wer Freund oder Feind war. Man musste es nur deuten können. Hinter einem Schild konnte man auch eine Waffe verstecken. So haben zum Beispiel Schwertkämpfer Messer in ihren Schilden geführt. Damit konnten sie den Gegner aus kurzer Distanz aus dem Hinterhalt erstechen. Allmählich nahm etwas im Schilde führen negative Züge an, und es bezeichnete einen arglistigen Plan.
Man kann Nachweise für diese Bedeutung bereits in der Literatur des 16. Jahrhunderts und später bei vielen Geistesgrößen des deutschen Sprachraums finden – nicht nur bei Goethe und Schiller. Das folgende Beispiel ist ein Zitat aus Ernst Niekischs Lebenserinnerungen »Gewagtes Leben«: „Hößlin verteidigte sich und versicherte, nichts gegen die neuen Zustände im Schilde zu führen“ (S. 41).
Die wortwörtliche Übersetzung von etwas im Schilde führen ist to have something in your shield. Auf Englisch würde man vielleicht “to have something up your sleeve” oder “to be sneaky” oder “To be up to something” verwenden.
You are not usually this nice. It almost makes me think that you are up to something.
The new night guard seemed to be up to something - a lot of strange things started to happen around the boarding school.
Die Redewendung ist umgangssprachlich und der Ursprung der Redensart wird im Mittelalter, wenn nicht sogar schon früher vermutet, als man Schilde - am Anfang aus Holz, Leder und ähnlichen Materialien und später aus Metall - zur Abwehr verwendete. Schilde boten auch genügend Platz für Symbole, Wappen und Parolen, welche die Herkunft des stolzen Schildträgers zeigen. Was diese Person im Schilde führte, konnte dem Kundigen auch zeigen, wer Freund oder Feind war. Man musste es nur deuten können. Hinter einem Schild konnte man auch eine Waffe verstecken. So haben zum Beispiel Schwertkämpfer Messer in ihren Schilden geführt. Damit konnten sie den Gegner aus kurzer Distanz aus dem Hinterhalt erstechen. Allmählich nahm etwas im Schilde führen negative Züge an, und es bezeichnete einen arglistigen Plan.
Man kann Nachweise für diese Bedeutung bereits in der Literatur des 16. Jahrhunderts und später bei vielen Geistesgrößen des deutschen Sprachraums finden – nicht nur bei Goethe und Schiller. Das folgende Beispiel ist ein Zitat aus Ernst Niekischs Lebenserinnerungen »Gewagtes Leben«: „Hößlin verteidigte sich und versicherte, nichts gegen die neuen Zustände im Schilde zu führen“ (S. 41).
Die wortwörtliche Übersetzung von etwas im Schilde führen ist to have something in your shield. Auf Englisch würde man vielleicht “to have something up your sleeve” oder “to be sneaky” oder “To be up to something” verwenden.
Beispiel 1:
So zuvorkommend kenne ich dich gar nicht. Man könnte fast meinen, du führst etwas im Schilde.You are not usually this nice. It almost makes me think that you are up to something.
Beispiel 2:
Der neue Nachtwächter schien etwas im Schilde zu führen - rund ums Internat geschahen eine Menge merkwürdige Dinge.The new night guard seemed to be up to something - a lot of strange things started to happen around the boarding school.