| Lisa: | Der 1. Mai ist ja auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Er heißt „Tag der Arbeit“. |
| Hanna: | Aber fast überall auf der Welt wird dieser Tag als „Tag der Arbeiterbewegung“ gefeiert. |
| Lisa: | Stimmt. Hast du einen bestimmten Plan für den Tag? Es gibt ja Leute, die am 1. Mai immer demonstrieren gehen, in Berlin und Hamburg zum Beispiel. |
| Hanna: | Da ist manchmal alles außer Rand und Band. Einmal war ich an einem Maifeiertag in Hamburg und auf der Straße brannte ein Sofa. Die Polizei kam mit Wasserwerfern, um die Situation zu deeskalieren. Denn ein paar Leute hatten mit Flaschen und Steinen geschmissen. |
| Lisa: | Hast du etwa auch mitgemacht? |
| Hanna: | Ich? Nein, natürlich nicht. Ich war doch nur durch einen Zufall auf einmal mitten drin. Zum Glück ist mir nichts passiert. Aber ich habe mich gefragt, warum es am 1. Mai solche Aufstände gibt und alles außer Rand und Band gerät. |
| Lisa: | Da muss man zurück in das 19. Jahrhundert gehen und die Geschichte von dort aufrollen. |
| Hanna: | Ok, ich bin gespannt. Das klingt so, als ob du dich mal wieder bestens auskennst. |
| Lisa: | Ich interessiere mich halt für sowas. |
| Hanna: | Das beeindruckt mich auf jeden Fall immer sehr. |
| Lisa: | Und zwar fing die Geschichte in den USA an. 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zu einem Streik auf. Man wollte damals den 8-Stunden-Arbeitstag durchsetzen. Zuvor hatten die Arbeiter zwölf Stunden am Tag geschuftet, bei einem Durchschnittslohn von drei Dollar. |
Small but powerful
Klein, aber oho
To go wild
Außer Rand und Band
To have something up your sleeve
Etwas im Schilde führen
To not take things lightly
Nichts auf die leichte Schulter nehmen
To do someone in
Jemanden um die Ecke bringen
Außer Rand und Band
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