Neue Studie: Songtexte werden simpler, wütender und selbstverliebter
Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte die Fachzeitschrift Nature Scientific Reports eine Studie über Popmusik-Texte, die von einem europäischen Forscherteam durchgeführt wurde. Die Forscher analysierten die Texte von mehr als 12.000 englischsprachigen Songs aus den Genres Rap, Country, Pop, Rhythm and Blues und Rock aus den Jahren 1980 bis 2020. Dabei betrachteten sie Emotionen, die Komplexität des Vokabulars und Wortwiederholungen.
Die Studie zeigt, dass Songtexte in den letzten 40 Jahren simpler und repetitiver geworden sind. Außerdem bestätigte die Studie einen Rückgang positiver, heiterer Texte und einen Anstieg von Texten, die Wut, Abscheu oder Traurigkeit ausdrücken. Die Texte sind auch selbstverliebter geworden. Wörter wie „ich“ oder „mein“ kommen immer häufiger vor.
Die Forscher erklären, dass Songtexte Veränderungen der kulturellen Werte, Emotionen und Sorgen widerspiegeln können. Sie betonen, dass sich die Art und Weise, wie Musik geschaffen, verkauft, produziert und gehört wird, in den letzten 40 Jahren drastisch verändert hat. Schallplatten und Kassetten wurden von CDs abgelöst, die wiederum durch moderne Algorithmus-basierte Streaming-Plattformen ersetzt wurden.