Frauenfußball-WM wirft ein Licht auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern
Am Sonntag endete die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2023 mit einem 1:0-Sieg Spaniens gegen England. Olga Cramona erzielte in der 29. Minute das einzige Tor. Für Spanien ist es der erste Weltmeistertitel bei den Frauen überhaupt. Schweden besiegte Gastgeber Australien und belegte den dritten Platz.
Die Frauenfußball-WM 2023 wird als ein großer Erfolg gewertet. Die Zuschauer- und Besucherzahlen waren beeindruckend. Die FIFA hat das Preisgeld um 300 % erhöht. In diesem Jahr belief es sich auf insgesamt 110 Millionen Dollar, wobei die Siegermannschaft 10,5 Millionen Dollar erhielt. Die FIFA hatte auch gefordert, dass die Fernsehanstalten einen fairen Preis für die Übertragung der Spiele der Frauen zahlen.
Dennoch sind die Preisgelder für die Frauen-WM bescheiden, wenn man sie mit den Preisgeldern der Männer-WM in Katar im vergangenen Jahr vergleicht. Dort wurden insgesamt 440 Millionen Dollar vergeben; 42 Millionen davon gingen an den Sieger Argentinien. Eine weitere Enttäuschung ist, dass die Zahlungen nicht an die Spielerinnen direkt, sondern über die Landesverbände erfolgen werden.