Wiederbelebung von Würmern aus sibirischem Permafrost nach 45.000 Jahren
Am 27. Juli veröffentlichte die Zeitschrift PLOS Genetics eine faszinierende Studie. Zwei winzige Fadenwürmer aus dem sibirischen Permafrostboden sind aufgetaut und wiederbelebt worden. Die Studie zeigt, dass Nematoden unter extremen Bedingungen Tausende von Jahren überleben können.
Radiokarbondatierung ergab, dass die Tiere vor über 45.000 Jahren eingefroren wurden. Die Würmer gingen in einen Ruhezustand über, den man Kryptobiose nennt, und überlebten so die extrem niedrigen Temperaturen. Ursprünglich wurden sie etwa 40 Meter tief im Permafrostboden gefunden. Später wurden sie in einem Labor in Wasser wiederbelebt.
Nach dem Tod der Würmer identifizierten die Forscher wichtige Gene, die es den Tieren ermöglichten, den Zustand der Kryptobiose zu erreichen. Dieselben Gene wurden auch bei dem neuzeitlichen Fadenwurm C. elegans gefunden, der mit Hilfe eines Zuckers namens Trehalose ebenfalls die Kryptobiose erreichen kann.