Artenschutz: Neuseeland setzt Bemühungen zur Ausrottung invasiver Tiere fort
Im Juli 2016 gab Neuseeland das Ziel bekannt, bis 2050 frei von invasiven Tierarten zu werden. Es wurden drei Arten von invasiven Raubtieren benannt, die ausgerottet werden sollen: Ratten, Marderartige wie Frettchen und Wiesel sowie Opossums.
Neuseeland hat sich vor 85 Millionen Jahren von einem Superkontinent abgespalten. Infolgedessen hat sich die einheimische Fauna Neuseelands über Millionen von Jahren ohne Bedrohung durch räuberische Säugetiere entwickelt. Die ersten Menschen ließen sich im 13. Jahrhundert in Neuseeland nieder und brachten Mäuse und Ratten mit. Seit der europäischen Kolonisierung wurde ein Drittel der einheimischen Arten ausgerottet.
Mithilfe von Technologien wie GPS-basierter Geolokalisierung, Infrarotkameras, Gerinnungshemmern und Apps zur Datenverfolgung setzt Neuseeland seine Predator Free-Projekte fort. Predator Free Wellington ist das ehrgeizigste dieser Projekte. Es deckt eine Stadt mit 200.000 Einwohnern ab.