EU-Energieminister einigen sich auf gemeinsame Erdgaspolitik
Am Dienstag haben sich die Energieminister der Europäischen Union auf eine gemeinsame Erdgaspolitik geeinigt. Sie einigten sich darauf, den Erdgasverbrauch der EU zu senken, nachdem Russland in letzter Zeit versucht hat, die Erdgaslieferungen nach Europa zu manipulieren. Die Kompromissvereinbarung soll diese Gefahr abwehren.
Einige Länder, die besondere Energieprobleme haben, sind von der Vereinbarung ausgenommen. Dennoch werden alle Länder aufgefordert, ihren Erdgasverbrauch bis zum Frühjahr freiwillig um 15 Prozent zu senken. Um diese Maßnahmen verpflichtend zu machen, müssen die EU-Länder zustimmen, dass ein allgemeiner Energieversorgungsnotstand besteht.
Ein einstimmiger Beschluss war für die Einigung nicht erforderlich. Von den 27 Mitgliedsländern stimmte nur Ungarn dagegen. Ungarn hat sich in letzter Zeit besonders lautstark gegen eine gemeinsame europäische Politik gegenüber Russland nach der Invasion in der Ukraine ausgesprochen.