Uber-Akten zeigen aggressive weltweite Lobbyarbeit
Am Montag begann der Guardian mit der Veröffentlichung der sogenannten Uber-Akten. Das sind mehr als 124.000 vertrauliche Dokumente, die der Zeitung zugespielt wurden. Die Dokumente zeigen, wie Uber heimlich und aggressiv Lobbyarbeit bei Regierungen betrieben hat, darunter auch bei Politikern wie Joe Biden, Olaf Scholz und Emmanuel Macron.
Die Akten umfassen einen Zeitraum von fünf Jahren, von 2013 bis 2017. Sie enthüllen, wie Uber Gesetze missachtete, die Polizei täuschte und Fahrer in gewalttätigen Protesten ausnutzte. Die Akten deuten auch darauf hin, dass sich die Führungskräfte von Uber der Gesetzesverstöße des Unternehmens voll bewusst waren.
Der Guardian leitete eine weltweite Untersuchung zu den durchgesickerten Uber-Akten ein. Über die Medienorganisation International Consortium of Investigative Journalists stellte die Zeitung Journalisten in aller Welt die Daten zur Verfügung. Mehr als 180 Journalisten von 40 Medienkanälen, darunter von Le Monde, der Washington Post und der BBC, werden bald ihre Untersuchungsberichte veröffentlichen.