Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass organische Moleküle in einem Marsmeteoriten kein Zeichen von Leben sind
Am 13. Januar veröffentlichte die Zeitschrift Science neue Erkenntnisse über einen berühmten Marsmeteoriten. Der Meteorit Allan Hills 84001 wurde 1984 in der Antarktis entdeckt. Er wurde vor etwa 17 Millionen Jahren durch den Einschlag eines anderen Meteoriten aus dem Mars herausgesprengt und schlug vor etwa 13.000 Jahren auf der Erde ein.
1996 gab ein von der NASA geleitetes Wissenschaftlerteam bekannt, dass die organischen Verbindungen in dem Gestein offenbar von Lebewesen stammen. Den neuen Forschungsergebnissen zufolge sind die im Meteoriten gefundenen organischen Moleküle jedoch kein Zeichen von Leben. Stattdessen entstanden sie vor etwa 4 Milliarden Jahren in chemischen Reaktionen zwischen Wasser und Gestein auf dem Mars.
Diese Reaktionen zwischen Wasser und Gestein ähneln geologischen Prozessen, die auch auf der Erde ablaufen. Ein Prozess wird als Serpentinisierung bezeichnet. Bei dieser chemischen Reaktion reagiert metallisches Vulkangestein mit zirkulierendem Wasser. Die andere Reaktion wird Karbonisierung genannt. Bei diesem Prozess reagiert das Gestein mit Wasser, das gelöstes Kohlendioxid enthält.