Facebook verheimlicht Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Facebook und Instagram der psychischen Gesundheit von Teenagern schaden
Am Dienstag sagte die ehemalige Facebook-Produktmanagerin Frances Haugen mehr als drei Stunden lang vor einem Unterausschuss des US-Senats aus. Die Whistleblowerin arbeitete bis Mai fast zwei Jahre lang bei Facebook und war dort verantwortlich für den Umgang des Social Media-Giganten mit Fehlinformationen. Sie gab den Abgeordneten einen Einblick in die Arbeitsweise des weltweit größten sozialen Netzwerks.
Laut Haugen hat Facebook absichtlich beunruhigende Forschungsergebnisse über die negativen Auswirkungen von Facebook und Instagram auf die psychische Gesundheit von Teenagern verschwiegen. Sie sagte auch, dass das Unternehmen hasserfüllte Beiträge posten lässt, um die Nutzerzahlen hoch zu halten. Der Ausschussvorsitzende, Senator Richard Blumenthal, nannte die Aussage „eine Bombe“.
Andere Abgeordnete sagten, die Aussage von Haugen zeige, dass die Führungsspitze von Facebook die Öffentlichkeit getäuscht habe. Die Tausenden von Seiten von Dokumenten, die sie vorgelegt hatte, zeigten auch, dass man Facebook nicht trauen könne. Haugens Aussage am Dienstag rief eine ungewöhnliche parteiübergreifende Einheit im sonst sehr parteiischen US-Senat hervor.