Frankreich will Baguette in das UNESCO-Kulturregister aufnehmen lassen
Am 26. März hat Frankreich das weltberühmte französische Baguette für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes nominiert. Frankreich hatte das Baguette aus einer Reihe von Kandidaten ausgewählt, zu denen auch die ikonischen Zinkdächer von Paris und das Erntefest von Biou d'Arbois in der Region Jura gehörten.
Laut der Daten-Site „Planetoscope“ werden in Frankreich jedes Jahr etwa 10 Milliarden Baguettes verzehrt. Leider sind die traditionellen Herstellungsmethoden der kleinen Bäckereien durch die industrielle Großproduktion bedroht. Etwa 20.000 Bäckereien haben seit 1970 zugemacht, da die Franzosen ihr Brot eher in den großen Supermärkten kaufen.
Die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes wird geführt, um Traditionen, Wissen und Fertigkeiten aus verschiedenen Weltkulturen zu bewahren. So hat die UNESCO beispielsweise die finnische Saunakultur und die neapolitanische Pizza als Kulturerbe anerkannt. In diesem Jahr strebt die Ukraine eine ähnliche Anerkennung für Borschtsch an, ihre traditionelle Rote-Bete-Suppe.