Junge Menschen der „Lockdown-Generation“ könnten lebenslange berufliche Nachteile haben
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat erklärt, dass junge Menschen unverhältnismäßig stark von der Coronavirus-Krise betroffen sind. In einem gestern veröffentlichten neuen Bericht warnt die ILO davor, dass die Gefahr besteht, dass junge Menschen lebenslange berufliche Nachteile haben könnten. Der Bericht warnt vor der Gefahr einer „Lockdown-Generation“.
Die ILO sagt, dass junge Frauen von der zunehmenden Arbeitslosigkeit besonders hart getroffen seien. Der Bericht sieht junge Menschen gleich dreifach von der Krise betroffen. Sie verlieren durch die Pandemie ihre Arbeit, ihre Ausbildung wird unterbrochen oder gestört, und für die, die eine Arbeit suchen, gibt es keine Jobs. Einer von fünf jungen Menschen hat seit Ausbruch der Pandemie aufgehört zu arbeiten. Bei denjenigen, die noch Arbeit haben, ist die Arbeitszeit um fast ein Viertel zurückgegangen.
Die Organisation fordert ein gezieltes Eingreifen von Regierungen, um Beschäftigung und Ausbildung für junge Menschen in ärmeren Ländern zu gewährleisten, die möglicherweise auf internationale Unterstützung angewiesen sind.